Verlust & Schmerz: die andere Seite betrachten

Aus eigener Erfahrung weiß ich: Schmerz, der nicht gelebt wird, frisst sich ein, bohrt in der Tiefe und legt einen Schatten über alles. Schmerz, den ich zulasse, den ich lebe, kann zur Ruhe kommen, heilsam integriert werden und mich wachsen lassen.

Kunsttherapie ist ein wunderbares Instrument, unsere Ängste und den darunter liegenden Schmerz sichtbar zu machen. Wenn uns Worte fehlen oder schwer fallen, können Farbe, ein Blatt Papier oder ein Stück Ton dabei helfen, auszudrücken, was unsagbar ist.    

 

Ein Bild entsteht – und die Chance, Angst, Schmerz, Verzweiflung, Trauer wahrzunehmen und mit Abstand zu betrachten. Dieses schwere Paket nicht mehr allein im Inneren zu tragen, sondern im kreativen Ausdruck mitzuteilen, führt oftmals zu großer Erleichterung. Die Schwere kann so allmählich an Gewicht verlieren, Verzweiflung sich in Akzeptanz wandeln, Trostlosigkeit in Zuversicht. Schmerz auf diese Weise zu würdigen, sogar zu „umarmen“, schafft Platz für Dankbarkeit, Hoffnung, Liebe  – mit jedem Bild wird die Seele ein bisschen lebendiger.

 

Das heißt aber auch: Das Bild unserer Seelenschatten ist nun sichtbar in der Welt - es ist fast unmöglich, das zu vergessen und zur Tagesordnung überzugehen, als sei nichts geschehen. Genau das liebe ich an der Kunsttherapie ganz besonders - der Schatten kommt ans Licht und will verwandelt werden.

...mit jedem Bild wird die Seele ein bisschen lebendiger.



Unerfüllter Kinderwunsch

Verlust


Gut zu wissen

Nikola Teich

Kunsttherapeutin
Schulstr. 3
45549 Sprockhövel
E-Mail: farbtapfer@unity-mail.de
Telefon: 02324  - 569 96 01